Dienstag, 5. November 2013

Rhein bei Düsseldorf



Vor einiger Zeit hat Janett Schindler über ihre Erlebnisse als Auswanderin nachgedacht. Ich bin ja auch so ein Ausgewanderter. (Oder Eingewanderter, das hängt von der Blickrichtung ab. Einigen wir uns auf Wanderer, das passt ganz gut.)
Ich fand sowohl den Artikel, als auch die zugehörige Blogparade richtig interessant. Mir fehlte dereinst nur Zeit und Inspiration, etwas zu schreiben.

Am letzten Sonntag hatte ich dann die Inspiration. Mein Bruder und seine Frau haben sich zu Besuch bei meinen Eltern angekündigt. Also sind wir auch hochgefahren.

Obige Szene hat sich bei bestem Herbstwetter bei Kaiserswerth am Rhein zugetragen. Die Rheinwiesen von Kaiserswerth liegen auf halbem Weg zwischen dem Düsseldorfer Flughafen und den Hochöfen von Duisburg Meiderich. In einer Gegend also, die so ziemlich das Gegenteil vom "Schönsten Arsch der Welt" ist, wie Jacques Berndorf es einmal ausdrückte.

Und trotzdem zeigt das Bild meine Heimat. Ja klar, Kaiserswerth ist ja ein Stadtteil von Düsseldorf. Gemeint ist aber mit dem Wort Heimat bei mir der Rhein. Ich mag diesen Fluss. Ich habe schon so unglaublich viel an ihm erlebt, dass ich mit den Geschichten einen eigenen Blog füllen könnte (mach ich vielleicht auch mal...). Und ich mag die Menschen am Rhein. Ihre Gelassenheit, die Fähigkeit 2 plus 2 beinahe grundsätzlich fünf sein zu lassen und ihre Herzlichkeit. (Gut, in Koblenz muss man da deutliche, mitunter sehr deutliche Abstriche machen; aber es muss ja auch Ausnahmen und schwarze Schafe geben.)

Man sagt uns im Rheinland oft nach, ein wenig oberflächlich, fast US-amerikanisch unverbindlich zu sein. Das mag sein. Aber mal ehrlich: Sich guten Tag zu sagen und nett zueinander zu sein hat noch keinem geschadet.

In diesem Sinne: Darum isset am Rhein so schön!

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