Samstag, 29. März 2014

Nohner Irrsinn am Wasserfall Dreimühlen

In der Nähe von Nohn in der Eifel liegt der Wasserfall Dreimühlen. Früher war dieser Platz einmal einer der verwunschensten Flecken der Vulkaneifel.

Wundervolle Kalkfelsen säumen an dieser Stelle das Tal des Ahbaches.
Nach kurzem Fußweg über den alten Bahndamm oder einen Trampelpfad im Wald gelangte man noch im Jahr 2013 an einen geheimnisvoll versteckten Platz.
Vor einem Monat machte ich mich wieder einmal erwartungsvoll auf den Weg - und mich traf der Schlag!

Statt eines Naturwunders musste ich mit dieser verwüsteten Ruine vorlieb nehmen. Hatte hier etwa ein Herbststurm zugeschlagen?
Noch völlig fertig erklärte mir dann ein einheimischer Spaziergänger, was im Winter 2013/14 passiert war:
Irgendein Verwaltungsheiopei hatte durchgesetzt, dass der Wasserfall besser für Spaziergänger einsehbar sein soll, die nicht mehr so gut zu Fuß sind! Und das bei einem ausgewiesenen Naturdenkmal...

Für vermeindliche Touristeninteressen wurde hier die Natur gebändigt, und so ein ehemals wundervoller Ort für sehr lange Zeit seines Zaubers beraubt.
Mein einziger Trost ist die Tatsache, dass die Vegetation auf lange Sicht auch gegen die irrsinnigste Verwaltungsentscheidung gewinnen wird.

Kommentare:

  1. Lieber Martin,
    ich kann gut nachvollziehen was in dir vorging. So etwas ist ein Verbrechen an der Natur. Skandalös was für Leute soviel Macht bekommen, die dann ungestraft solche Entscheidungen treffen dürfen.

    Danke für diesen Post! Das war sicher mal ein wunderschöner Platz.

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  2. In der Wikipedia gibt es ein Bild, wie es früher einmal aussah, als die Natur noch Natur sein durfte.

    Auf dieser Seite gibt es noch einige Hintergrundinformationen über die ach so notwendigen Verschönerungsarbeiten. Interessant ist auch die Diskussion unter dem Artikel, mit solchen Argumenten wie "Die Natur muss nun mal gebändigt werden!" Könnte ich im Strahl kotzen, wenn ich sowas lese, ehrlich. Da krieg ich Hals, aber sowas von!

    Ich werde nach Ostern mal wieder hinfahren, um nachzusehen, ob sich die Natur einigermaßen erholt hat.

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