Samstag, 11. April 2015

Nein, ich werde es nicht tun

Ich werde nicht schon wieder mit Wut im Bauch einen Artikel zum Thema Depression und Hexenjagd schreiben, obwohl mich der bayrische Innenpfosten doch extremst triggert. Sachliche Gedanken dazu könnt ihr bei einem Freund aus Bayern lesen, der des Denkens durchaus sehr mächtig ist. Dass er damit zu einer Minderheit gehört, ist ebenfalls im verlinkten Artikel der Süddeutschen zu lesen. Die wollen wissen, dass 58% der Bevölkerung den Stuss vom Herrmann toll finden. Armes Deutschland. Du hast ein Riesenproblem.
Was kommt als nächstes? Müssen depressive Menschen sich demnächst einen schwarzen Winkel ins Jankerl pappen?

Kommentare:

  1. Mach Dir mal keine Sorgen über diese Umfrage. Solange wir nicht die exakte Fragestellung kennen ist eine Umfrage erst mal anzuzweifeln. Beispiel: Als Flintenuschi noch Zensursula hieß gab es eine Umfrage "Sind sie für Internetsperren gegen Kinderpornographie?". Klar, dass hier keiner mit "nein" antworten will um nicht in die Schublade "KiPo-Befürworter" einsortiert zu werden. Ich fürchte, bei der aktuellen Umfrage lief das dann als "Sind sie für Berufsverbote für Depressive damit keiner mehr bei seinem Selbstmord Unbeteiligte mit in den Tod reißen kann?"
    Und natürlich hat die Qualitätspresse (die Umfrage wurde ja vom Lokus in Auftrag gegeben) auch ihren Anteil daran, das ganze in eine (gewünschte) Richtung zu diigieren. Unabhängige und kritische Presse, das wiar irgendwann mal im letzten Jahrtausend... :-(

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  2. Danke für deine aufbauenden Worte. Selbstverständlich weiß ich um die Relativität solcher "Umfragen", aber allein die Tatsache, dass sie publiziert werden stimmt mich extremst nachdenklich. Beim Locus wundert mich ja sowieso nichts mehr, und die Sueddeutsche hat sich ja in der letzten Zeit auch eher als BLÖD-Zeitung für Hilfsintellektuelle präsentiert. Deren Lubitzticker stand ja dem der BLÖD in nichts nach. Insofern wundert mich auch der Bericht über den Innenpfosten nicht mehr wirklich.

    Angst macht mir diese Entwicklung aber trotzdem ...

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  3. Ich habe mich mal getraut, in die Kommentarspalte der Süddeutschen zu schauen.

    Die ist ausnahmsweise mal gar nicht so schrecklich, wie ich erwartet hatte. ;)

    Jetzt gilt es nur, unseren "Qualitätspolitikern" zu erklären, dass sie was an der Gesamt-Situation verändern müssen, um das Leben für die Menschen (Bürger / Wähler) konkret lebenswert zu machen.

    Mich macht diese Diskussion allerdings auch unruhig.

    LG Anita

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  4. Sind es nur die Politiker, oder haben wir Deutschen das mit dem lebenswert insgesamt nicht so gut raus? So Umgang mit Andersartigkeit, Fremdheit und "Randgruppen" ist ja ein großes Thema bei uns. (Siehe die letzte "Mitte-Studie"). Und solange wir zum Entspannen nach Südfrankreich fahren, zuhause aber die Ellenbogen auspacken, solange dürfen Lauterbach und Co. auch gesellschaftlich legitimiert solche Sprüche reißen. Ich finds bezeichnend, dass die Typen, egal ob SPD oder CSU nicht massiv und öffentlich von ihren Parteispitzen die Meinung gegeigt bekommen haben. Lässt tief blicken ...

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