Freitag, 4. September 2015

Überdrussverzweiflungspause

Lange habe ich nichts mehr geschrieben. Vielleicht haben einige Leser schon gedacht, ich hätte iPhelgold friedlich einschlafen lassen. Zeitweise habe ich das selber sogar gedacht. Aber nein, ich bin nicht eingeschlafen und nicht verschwunden. Ich lebe ganz einfach. Und da hatte in den letzten Wochen die Bloggerei keinen und die Fotomacherei so gut wie keinen Platz.

How comes?

Multicausal. Wie immer.

Seit der Staat endlich eingesehen hat, dass ich nicht mehr zum Lehrer tauge, habe ich Zeit, in Ruhe gesund zu werden. Das finde ich großartig. Ich spüre, wie ich jeden Tag ein wenig mehr Kraft habe, jeden Tag ein wenig mehr für mich selbst und für meine Familie da sein kann. Ich bin sooft es geht draußen unterwegs, wir haben im Sommer einen wundervollen Urlaub mit Emmas Patentante verlebt. Die Entwicklung darf gern so weitergehen. Ich bin mir so gut wie möglich bewusst, wo, um mal Frank Hurlemann zu paraphrasieren, die Hunde lauern und nehme mich gut vor ihnen in acht.

Bei den Ironbloggern Köln bin ich wegen Inaktivität rausgeflogen. Aber da ich mir vorgenommen habe, nichts mehr zu tun, was mir klammheimlich doch gegen den Strich geht und zuviel wird, sei es eben so.

Auf Twitter bin ich seltener. Die ganze gesellschaftliche Grütze in Europa ist für mich sowieso schon unerträglich genug. Ich habe beschlossen, mich da selber zu schützen, und mir einen Großteil der berechtigten Empörung zu sparen. Ich kann einfach im Moment nicht. Nathan schrieb letztens auf Twitter sinngemäß, dass es ihn unendlich schmerzt, weniger tun zu können, als er eigentlich möchte. Das kann ich, auch wenn ich gerade keine Abschlussarbeit schreiben muss (Viel Erfolg und das nötige Glück, lieber Nathan.), genau so unterschreiben. (Und nein, ich werde auch nicht meine Wut über Europas Regierungen rausschreiben.)

Und die Bildermacherei? Ich habe in letzter Zeit einige Sachen für die Schublade abgelichtet, habe aber noch nicht die Ruhe gefunden, da mal drüber zu gucken und was schönes draus zu machen. Ihr kennt das mit gut Ding und Weile ...

In diesem Sinne. Wir lesen uns, und vielleicht auch irgendwann wieder regelmäßiger. Für Lesestoff, Bilder und Denkanstöße empfehle ich wie immer Juna, Nathan, Rainer und Rainer.

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